Die richtige Beleuchtung für dein Aquarium

von unserer Redakteurin Maren

Es gibt verschiedene Arten Licht ins Dunkel zu bringen, wenn es um dein Aquarium geht. Aber woran machst du nun die richtige Art fest? Ich habe da ein paar hilfreiche Tipps und Anregungen für dich.

Egal ob es eine Seitenlampe, eine Decklampe, eine Klemmlampe oder eine andere Art von Beleuchtung ist, sind sich alle einig, dass die Sicherheitsanforderungen stimmen müssen. Die Verbindungen aus Strom, Wasser und Lebewesen sind heikel und sollten immer mit aller größter Vorsicht behandelt werden.  

Im ersten Abschnitt kommen wir zu den Beleuchtungseigenschaften. 

Was ist Lichtfarbe? 

Lichtfarbe ist die Farbe einer selbstleuchtenden Lichtquelle. Sie ergibt sich aus einem Spektrum von kurz- und langwelligen Lichtwellen. Angegeben wir die Lichtfarbe in Kelvin, kurz “K”. Weißes Licht entsteht aus einer Mischung mehrerer Lichtwellen und was wir als farbiges Licht wahrnehmen, sind einzelne Lichtwellen. In der Natur ändern sich die Verhältnisse durchgehend, da das Licht durchgehend gefiltert wird (Wolken, Wasser, Nebel, Witterung, …) Auch im Wasser werden Lichtwellen gefiltert. Die erste “Farbe” die nach ein paar Metern nicht mehr sichtbar ist, ist rot, danach werden die anderen Farben ausgefiltert, bis blau zuletzt übrig ist.  

Sich mit Lichtfarbe auszukennen ist wichtig, weil deine Aquarienpflanzen bestimmte Lichtwellen benötigen, um Fotosynthese zu betreiben. Hier habe ich mal eine kleine Veranschaulichung für dich erstellt…

Die Lichtfarben und ihre Wellenlänge

Was ist Beleuchtungsstärke? 

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux angegeben und bezeichnet wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche trifft. In der Natur variiert Lux stark je nach Ort und Tageszeit. Pflanzen und Tiere leben in freier Wildbahn mit speziellen Werten, die dann auch in kontrollierten Umgebungen wie zum Beispiel deinem Aquarium benötigen. Diese Werte gehen teilweise sehr stark auseinander. Am Waldboden zwischen dichten Laubkronen sind etwa nur wenige Lux aber in der prallen Sonne dann auch mal mehrere 100k. Werte und Differenzen wie diese muss man beachten je nach Aquarienbesatz, denn Pflanzen wie auch Tiere können bei zu viel oder zu wenig Lux nicht gedeihen oder sogar Schäden nehmen durch Sonnenbrand – und das wollen wir natürlich vermeiden!

Man kann die Lichtstärke manipulieren durch das Leuchtmittel, deren Anzahl und auch durch die Einrichtung.  

Was ist Lichtausbeute? 

Umso höher deine Lichtausbeute ist, desto niedriger ist dein Energieverbrauch. Denn die Lichtausbeute gibt an, bei welcher Wattleistung eine bestimmte Beleuchtungsstärke erreicht wird. 

Was ist die Lebensdauer? 

Wie der Name bereits sagt, gibt die Lebensdauer die ungefähre Brenndauer deiner Lampe an, bevor die Lichtfarbe sich verändert oder die Beleuchtungsstärke abschwächt. Diese Dauer kann stark variieren nach Leuchtmittel und Produktionsalter. Ältere Leuchtstoffröhren sollte man zum Beispiel viel früher austauschen als eine neuere LED-Lampe. 

Oben ist bereits der Begriff “Leuchtmittel” gefallen aber was genau ist das? Ich erkläre es dir: ein Leuchtmittel ist für uns zum Beispiel eine Glühbirne oder ein Scheinwerfer. Unter den Begriff fällt nämlich alles, was von sich aus chemisch oder physisch Licht erzeugt. Aber sicher fragst du dich jetzt, welches Leuchtmittel sich für dich am besten anbietet… 

Schwarzlicht für Meeresaquarien, um sie noch mehr hervorzuheben.

Die LED-Leuchten 

LED-Leuchten (Licht Emittierende Dioden) sind ein beliebtestes Leuchtmittel. Sie sind energiesparend, können beliebige Lichtfarben annehmen und bleiben trotzdem lichtstark. Weitere Vorteile sind, dass sie sich auch für tiefere Becken eignen und langlebiger sind als herkömmliche Leuchtmittel. Durch diese Eigenschaften und Vorteile, lassen sich in deinem Aquarium im Handumdrehen verschiedene Jahres- und Tageszeiten imitieren.  

Ein Nachteil ist, dass die Forschung noch nicht abgeschlossen ist und der Markt sich ständig verändert. Es werden immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen woraufhin dann bessere und günstigere Produkte auf den Markt kommen. Man sollte also beim Kauf nicht immer sofort nach dem neuesten streben, sondern sich mit der Qualität und Nachhaltigkeit von verschiedenen Produkten auseinandersetzen und dann bewusst entscheiden, was am besten für das eigene Aquarium ist.  

Mein Tipp: kaufe dir keine LEDs, die nicht explicit für Aquarien angefertigt sind. Ist die Lampe nicht Wasserdicht kann es schnell zu Schäden und Geldaufwand kommen. Zu empfehlen sind Aquarien-geeignete, stärkere LEDs mit Dimm Funktion, um mehr Einfluss zu nehmen auf ungewollten Algenwachstum.  

fischfakt – wie aus dem ff
"Fächerfische sind die Raser der Meere. Die drei Meter großen und bis zu 90 Kilogramm schweren Tiere können kurzfristig bis zu 109 Kilometer pro Stunde schnell schwimmen..."

Die Leuchtstoffröhre 

Die Leuchtstoffröhre war früher sehr beliebt in der Aquaristik und wird auch heute noch gerne verwendet, da sie in der Anschaffung relativ günstig ist. Das Problem ist jedoch, dass sie einen hohen Stromverbrauch mit sich bringt. Man spart also beim Kauf, macht aber auf Lange Zeit miese – nicht wirklich clever…

Es gibt verschiedene Typen von Leuchtstoffröhren, mit dem kleinsten angefangen 

  • T2 
  • T4 
  • T5 
  • T8 

Die T5 ist zu empfehlen, da sie eine hohe Lebensdauer hat und eine bessere Energieeffizienz, zu dem ermöglicht der kleinere Durchmesser mehrere gemeinsam anzubringen und so die Beleuchtungsstärke zu erhöhen.  

Die richtige Aquarium Beleuchtung wählen

Einfacher Aquarienaufbau mit Klemmlampe (LED)

Achte darauf, dass du eine Tageslicht-Vollspektrumlampe kaufst. Sie eignen sich gut als alleinige Beleuchtung, da sie die meisten Farben abdecken und somit sehr nahe an Sonnenlicht kommen. Lampen mit wärmerem Licht (bis zu 4500 Kelvin “höherer Rotanteil“) sind wichtig für das Längenwachstum von Pflanzen und kälteres Licht (über 7000 Kelvin “höherer Blauanteil“) fördern das Breitenwachstum. Benutze am besten eine Mischung aus den drei Lampentypen um ein natürliches Ergebnis zu erhalten. Einseitige Beleuchtung kann zudem auch den ungewollten Algenwachstum begünstigen.  

Stell eine feste Beleuchtungsdauer ein. Deine Beleuchtungszeit sollte ungefähr einem Tag entsprechen. Begrenze dich auf 9-10h Licht pro Tag, dies kannst du einfach mit einer Zeitschaltuhr regeln. Auch hier kannst du Probleme mit Algenwachstum bekommen, etwa wenn deine Beleuchtungszeit am Tag zu hoch ist. Wenn du mit dimmbaren Leuchtmitteln arbeitest, kannst du dies nutzen um Sonnenaufgang und –untergang zu imitieren. 

Ich hoffe, ich konnte dir bei deinem Einstieg in die erhellende Welt der Aquariumlichter etwas behilflich sein und wünsche viel Spaß beim Umsetzen meiner Tipps!


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